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Allgemeine Themen, die in keine Kategorie fallen.

Gerade jetzt ist Naherholung vor der Haustüre besonders wichtig

 

Auf Grund der Corona-Pandemie nutzen deutlich mehr Erholungssuchende die Naherholungsgebiete vor ihrer Haustür. In unserem Fall sind dies u.A. die Feld- und Wanderwege im Lechfeld bei Kissing und Mering. Hier trifft man fast ständig Spaziergänger, Jogger und Radler, die in der Natur Körper und Geist regenerieren wollen. In Corona-Zeiten wird uns sehr deutlich gemacht, wie wichtig die Natur vor unserer Haustüre ist. Darauf, dass es damit möglicherweise bald vorbei sein wird, weisen jetzt neue, von uns aufgestellt Infotafeln hin. Aus einer Zettelbox können sich Passanten Infomaterial mitnehmen.   Vielen Dank an Landwirt, Gemeinderat und AKO-Mitglied Ludwig Asam für diese tolle Idee und Unterstützung.

Die meisten Menschen schätzen die Kosten ihres Autos viel zu niedrig ein

Die Süddeutsche Zeitung berichtet von einer Studie in Nature, derzufolge die Menschen die Kosten für ihr Auto viel zu niedrig auf etwa die Hälfte der tatsächlichen Kosten einschätzen. So werden die monatlichen Kosten im Schnitt auf 204 geschätz, liegen aber tatsächlich im Schnitt bei 425 Euro. Bei realistischer Einschätzung würden die Leute deutlich mehr den öffentlichen Nahverkehr nutzen und der Autobesitz würde um ca. 37% sinken und damit die CO2-Bilanz des Verkehrs deutlich besser aussehen.

https://www.sueddeutsche.de/auto/autos-kosten-umwelt-1.4885295

Landfresser mit neuem Schild

Immer wieder trifft man auf Leute, die erstaunt sind, dass im Lechfeld eine Lechautobahn gebaut werden soll. Um so wichtiger ist es, die Menschen zu informieren. Jetzt sind gerade viele Fußgänger und Erholungssuchende im Lechfeld unterwegs. Eine gute Gelegenheit, die Leute darauf hinzuweisen, dass die Erolung bald vorbei sein wird, wenn es nach dem Willen der Auto(bahn)-Fans geht. Ludwig Asam hat vorgeschlagen überall Schilder aufzustellen. Wir haben angefangen und das schon etwas vergilbte Schild an Stefan Kreppolds Skulptur „Der Landfresser“ neben den Kissinger Bahngruben ausgetauscht. Weitere Schilder werden folgen.

Interessante Mitglieder in unserem Aktionsbündnis

 

In unserem Aktionsbündnis gegen die Osttangente gibt es viele interessante Persönlichkeiten. Eine möchten wir euch hier vorstellen.

Unser Mitglied Manfred Schmid wohnt in Augsburg und arbeitet dort als Straßenbahnfahrer. Auch fährt er fast alle privaten Strecken mit dem Fahrrad und besucht unsere Treffen regelmäßig per Rad wenn es sein Dienstplan zulässt.  Bevor er vor ca. 35 Jahren Straßenbahnfahrer wurde, durchquerte er Europa als LkW-Fahrer. Inzwischen hat er 40 Jahre Erfahrung als beruflicher Verkehrsteilnehmer auf dem Buckel. Er kennt also die Verkehrssituation wie kaum ein anderer unmittelbar aus eigener Erfahrung. Um so mehr engagiert er sich gegen die Osttangente mit teils sehr originellen Beiträgen wie z.B. seinem Krokodilskostüm auf unserem Faschingsumzug oder einen individuell gestaltetem Fahrradanhänger mit Informationen zu aktuellen Themen der Stadt.

Anbei ein anlässlich seines 30-jährigen Jubiläums als Straßenbahnfahrer erschienener Artikel.

Wir wünschen Manfred noch viele aktive Jahre im Verkehr und bedanken uns für sein Engagement gegen die Osttangente.

 

Leserbrief zur Behauptung, die Osttangente würde die Verkehrssicherheit erhöhen

Kürzlich wurde in der lokalen Presse und bei Augsburg-TV  über das Ergebnis der Unfallstatistik 2019 im Landkreis AIC-FDB berichtet. Das nahm Herr Eichstädt vom staatlichen Bauamt zum wiederholten Mal zum Anlass seine hanenbüchene Behauptung zu wiederholen, dass die Osttangente für eine Reduzierung der Unfälle sorgen würde. Wie er dies mit einer neuen Schnellstraße und der Zunahme des Verkehrs um ca. 15.000 Fahrzeugen pro Tag schaffen möchte, ist rätselhaft. Gleichzeitig wurde der für dieses Frühjahr angekündigte Termin zur Veröffentlichung der Voruntersuchungsergebnisse und der Trassenführung erneut verschoben, diesmal auf den Sommer 2020.

Unsere Beirätin Claudia Eser-Schubert hat hierzu folgenden Leserbrief am Samstag, den 11.4.2020 in der Friedberger Allgemeinen geschrieben:

Die Osttangente ist Geldverschwendung

Zu den Artikeln „Damit Unfälle nicht tödlich enden“ und „Bald neue Zahlen zur Osttangente“ vom 7. April:

Offenbar sieht das Staatliche Bauamt seine Felle bzw. seine Straßenplanungen davonschwimmen und muss jetzt offensiv für den Straßenbau werben. In seltenen Fällen ist ein Straßenumbau sinnvoll, ob er aber Leben rettet, ist unbewiesen, denn viele Faktoren können zu einem Unfall führen. Manchmal, und das beweist die Statistik eben auch, sind es die „kleinen Dinge“, wie z. B. Blitzer, die schon entschärfend wirken. Oft verführen gerade gut ausgebaute Straßen zum rücksichtslosen Rasen, was man sehr gut auf dem neuen Stück der B 300 zwischen Dasing und Aichach beobachten kann, bislang zum Glück ohne schwerwiegende Unfälle.

Die Planungen zur Osttangente scheinen derzeit zu stagnieren, hoffen wir, dass es so bleibt. Denn die Osttangente trägt nicht zur Verkehrsentlastung, sondern – wie die meisten Neubauten – nur zur Verlagerung des Verkehrs bei. Eine derartige Geld- und Landverschwendung gehört auf den Müllhaufen der Verkehrsgeschichte. Mobilität ist eine Zukunftsaufgabe und kann nicht mit Instrumenten aus der Mottenkiste angepackt werden. Das haben weder wir Bürger- Innen als Geldgeber, noch die Natur verdient.

Claudia Eser-Schuberth, Friedberg

BUND Naturschutz kündigt Proteste bei der möglichen IAA 2021 in München an.

Weiterführung der IAA ist falsches Signal für Klimaschutz und Verkehrswende

Als Reaktion auf Presseberichte denen zufolge die Internationale Automobilausstellung (IAA) im Jahr 2021 in München veranstaltet werden soll, kündigt der BUND Naturschutz (BN) Proteste an. Der Vorsitzende des BN, Richard Mergner, kommentiert die Meldungen wie folgt: „Die IAA steht mit ihrer Fokussierung auf den motorisierten Individualverkehr und SUVs für eine Mobilitätspolitik von vorgestern. Dagegen werden wir in München gegebenenfalls genauso groß wie in Frankfurt protestieren.“

Mergner ergänzt: „Unser Protest richtet sich auch gegen die verfehlte Verkehrspolitik von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, der es bislang genau wie seine Vorgänger im Amt versäumt hat, die Weichen für eine echte Verkehrswende hin zu umweltfreundlichen Verkehrsmitteln zu stellen. Dass die bayrische Staatsregierung die Austragung der IAA in München mit rund 15 Millionen Euro unterstützen will, ist ein Skandal. Damit offenbart die Staatsregierung ihre wahre Einstellung zum Klimaschutz.“

„Städte und Kommunen sind für das Gelingen der Verkehrswende zentrale Akteure. Stadt- und Verkehrsplanung darf sich nicht länger am Leitbild der autogerechten Stadt orientieren. Sie muss stattdessen darauf abzielen, den Autoverkehr zu reduzieren und den Umweltverbund aus ÖPNV, Fuß- und Radverkehr zu stärken. Aus diesem Grund sind die am 15. März 2020 in Bayern stattfindenden Kommunalwahlen auch für die Zukunft unserer Mobilität entscheidend“, sagt Martin Geilhufe, Landesbeauftragter.

BUND-Konzept zur Einhaltung der Klimaziele 2030 im Verkehr: https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/mobilitaet/mobilitaet_konzept_klimaziele_verkehr_2030.pdf

Kommunalwahl 2020 – Fragen an Kandidatinnen und Kandidaten zur Osttangente und regionalen Mobilitätspolitik

Wir wollten von allen Kandidatinnen und -kandidaten im Landkreis Aichach-Friedberg wissen, wie sie zur Osttangente und zur Mobilitätspolitik in der Region stehen. Wir schrieben deshalb alle Bewerberinnen und Bewerber  an.  Die Antworten werden hier wiedergegeben. Wir bedanken uns hiermit ganz herzlich bei allen, die uns Ihre Antworten schickten.

Nutzen Sie die Gelegenheit zu erfahren, wo ihre Kommunalpolitiker bei diesen wichtigen Themen stehen.

Drei Parteien, die sich im Rahmen des Kommunalwahlkampfes im Landkreis Aichach-Friedberg zur Wahl stellen sind Gründungsmitglieder im Aktionsbündnis Keine Osttangente AKO und damit aktive Unterstützer des Widerstandes gegen die Osttangente: Bündnis 90/Die Grünen, ödp und Unabhängige.

Keine Antworten erhielten wir von Josef Dußmann, Roland Eichmann und Mathias Stößlein.

Unsere Presseerklärung und Zusammenfassung finden sie hier.

Bündnis 90/Die Grünen
Lindauer, Stefan, Landratskandidat
Stamp, Egon, Bürgermeisterkandidat Friedberg
von Thienen, Petra, Bürgermeisterkandidatin Mering

CSU
Fleig, Florian, Bürgermeisterkandidat Friedberg
Luichtl, Helmut, BGürgermeisterkandidat Merching
Mayer, Florian, Bürgermeisterkandidat Mering, CSU
Metzger, Klaus, Dr.,  Landratskandidat

FDP
Böhm, Cornelia, Bürgermeisterkandidatin Friedberg

Freie Wähler
Hatzold, Johannes, Bürgermeisterkandidat Friedberg
Wecker, Josef, Bürgermeisterkandidat Schmiechen

ÖDP
von Tucher, Constanze, Kreisvorsitzende, für den Kreisverband

SPD
Hummel, Stefan, Bürgermeisterkandidat Mering
Santa, Andreas, Landratskandidat

Unabhängige
Eikelmann, Kariene, für den Kreisverband

Sonstige Parteien/Gruppierungen
Graser, Manfred, Bürgermeisterkandidat Pöttmes, Bürgerblock Pöttmes e.V.
Hartung, Mareike, Bürgermeisterkandidatin, Aktive Bürger Dasing
Wieja, Chantal, Bürgermeisterkandidatin Merching

 

Kommunalwahl 2020 – Chantal Wieja

Chantal Wieja, Bürgermeisterkandidatin Merching

  1. Sind Sie für oder gegen die Osttangente, so wie sie im Bundesverkehrswegeplan definiert ist?
    Ich bin grundsätzlich gegen die Osttangente, aber insbesondere hinsichtlich der Planung im Bundesverkehrswegeplan.
  2. Haben Sie sich in der Vergangenheit dagegen engagiert?
    In Diskussionen habe ich mich dagegen ausgesprochen.
  3. Wofür werden Sie sich zur Verbesserung der regionalen und überregionalen Mobilität im Landkreis einsetzen?
    Das Radwegenetz in der Umgebung muss erweitert und ausgebaut werden. Die Nutzung des Rades muss für die Bürger eine attraktive, sichere Alternative zur Nutzung des PKWs werden. Zudem muss es den Bürgern ermöglicht werden, Transportmittel eines gut funktionierenden, günstigen öffentlichen Nahverkehrs zu erreichen und zu nutzen.
  4. Welche Maßnahmen aus dem Radverkehrskonzept von 2019 des Landkreises wollen Sie vordringlich umsetzen?
    Mit dem Ausbau von Radwegen wäre bereits ein wichtiger Grundbaustein gelegt. Das Netz der Radwege muss dringend erweitert werden. Bereits bestehende Radwege müssen sicherer werden, um Unfälle zu vermeiden. Radfahrern als Verkehrsteilnehmern muss mindestens die gleiche Priorität wie Autofahrern zugestanden werden, wenn nicht sogar eine noch höhere aufgrund der besonderen Vulnerabilität bzw. Gefährdung.
  5. Für welche Alternativlösungen werden Sie sich einsetzen, falls die Osttangente nicht realisiert wird (z.B. durch eine Neubewertung in Folge des Klimawandels)?
    Alternativlösungen sind für mich der Ausbau öffentlichen Nahverkehrs sowie des Radwegnetzes. Zudem plädiere ich dafür, dass ansässige Firmen ihre Arbeitnehmer unterstützen, z.B. durch Förderung des „Jobrads“. Auch der Bau einer Bahntrasse entlang der bestehenden Verbindungsstraße sollte in Erwägung gezogen und geprüft werden .
  6. Was werden Sie unternehmen, um die Naturschutz- und Erholungsgebiete entlang der geplanten Trasse der Osttangente zu erhalten?
    Ich werde mich dafür einsetzen, dass bestehende Naturschutzgebiete erhalten und beispielsweise nicht zum Bau großer Konzerne vergeben werden. Zudem werde ich mich schriftlich an die zuständigen Politiker auf Landes- und Bundesebene wenden und die verhängnisvollen Auswirkungen dieses Vorhabens erläutern.

 

Kommunalwahl 2020 – Kariene Eikelmann

Kariene Eikelmann für den Kreisverband der Unabhängigen

  1. Sind Sie für oder gegen die Osttangente, so wie sie im Bundesverkehrswegeplan definiert ist?
    Die stetige Zunahme der Verkehrsbelastung in unserem Landkreis lässt sich nicht durch die Schaffung neuer Straßen umkehren. Deshalb sehen wir Unabhängigen den Bau großer neuer Verkehrswege, wie z.B. die Osttangente im Landkreis-Süden, sehr kritisch.
  2. Haben Sie sich in der Vergangenheit dagegen engagiert?
    Ja, einige unserer Anhänger sind bereits seit Grünung der AKO Mitglied und/oder engagieren sich in ähnlichen Initiativen, wie z.B. der Aktionsgemeinschaft Lebensraum Lechleite. Wir werden uns auch weiterhin für alternative Mobilitätskonzepte starkmachen.
  3. Wofür werden Sie sich zur Verbesserung der regionalen und überregionalen Mobilität im Landkreis einsetzen?
    Wir werden uns für ein landkreisweites Mobilitätskonzept einsetzen, das eine Mobilitätsgarantie für die Menschen im Landkreis, ob auf dem Dorf oder in der Stadt, zum Inhalt hat. Dabei müssen Schnittstellen ausgebaut werden, die es ermöglichen, die verschiedenen Verkehrsmittel (Fuß, Rad, ÖPNV, PKW) aufeinander abzustimmen, um diese möglichst einfach miteinander kombinieren zu können.
  4. Welche Maßnahmen aus dem Radverkehrskonzept von 2019 des Landkreises wollen Sie vordringlich umsetzen?
    Im Radverkehrskonzept des Landkreises sind insgesamt 2000 Einzelmaßnahmen dokumentiert, die den Radverkehr und die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer stärken sollen. Um hier schnell spürbare und sichtbare Erfolge zu erzielen, sollten vordringlich die Schnittstellen zum ÖPNV mit komfortablen Abstellflächen ausgebaut und auf diesen Strecken die Netzlücken geschlossen werden.
  5. Für welche Alternativlösungen werden Sie sich einsetzen, falls die Osttangente nicht realisiert wird (z.B. durch eine Neubewertung in Folge des Klimawandels)?
    Wir möchten einen Mobilitätswandel bewirken, der einerseits den Menschen den Wechsel auf umweltschonende Verkehrsmittel erleichtert und andererseits dem motorisierten Verkehr im öffentlichen Raum weniger Platz einräumen. Dadurch wird sich der Verkehr auf die vorhandenen Verkehrsachsen (B2, B17, B300, A8) verlagern.
  6. Was werden Sie unternehmen, um die Naturschutz- und Erholungsgebiete entlang der geplanten Trasse der Osttangente zu erhalten?
    Der Großteil unserer Anhänger und auch die gewählten Kreisräte setzen sich bereits seit vielen Jahren ehrenamtlich für den Natur- und Umweltschutz ein. Diesen Einsatz werden wir auch in den Gebieten entlang der geplanten Osttangente beibehalten und wenn nötig ausweiten.