Stellungnahme zu Aussagen von Hr. Eichstädt (Staatl. Bauamt) in Mering 2.7.2026

Stellungnahme zu Aussagen Hr. Eichstädt in Mering 2.7.2026

Aussagen von Hr. Eichstädt

  • Straße kann trotz nicht erreichbarem Ziel B17-Entlastung geplant werden. Die Mittel im BVWP können dafür verwendet werden (Frage Hr. Stößlein, Fr. Päppinghaus)
  • Der Abschnitt Kbr – Mering wird nicht geplant und auch nicht gebaut.
  • Die Verbindung zwischen Mering, Kissing und Einmündung B2/Chippenham-Ring soll nur 2 Spuren haben. Es bestehen erhebliche Umweltauswirkungen, die bisher nicht gelöst werden konnten. 
  • Kreuzungsfreier Ausbau ist lediglich für die Segmüllerkreuzung vorgesehen. Eine eventuelle Abschaffung von Ampeln auf der B2 im Bereich Schwabhof etc. könnte bei Problemen evtl. später kommen (Frage Hr. Stößlein).
  • Der Verkehr zwischen Mering und Kissing wird deutlich auf 37.200 KfZ/Tag zunehmen (ohne Osttangente 22.600). Darauf hatte der Bürgermeister Florian Mayer kritisch hingewiesen. 
  • Die Abschnitte B2/Einmündung Chippenham-Ring – Segmüller-Kreuzung – A8 sollen vierspurig werden. Die Segmüllerkreuzung soll kreuzungsfrei realisiert werden.
  • Die neue Begründung für die Straße (nachdem das Ziel B17-Erreichbarkeit nicht erreichbar ist) ist die „Ertüchtigung der B2“ bzw. die „Bündelung“ der Schleichverkehre auf die B2.

Was steht dazu im BVWP?

  • Gemäß BVWP ist die Einstufung „Vordringlicher Bedarf (VB)“ (Abschnitte Mering – Derching/A8) bzw. „Weiterer Bedarf mit Planungsrecht (WB*)“ (Abschnitt Kbr-Mering) an die Erfüllung strenger Kriterien gebunden: Es muss ein hoher Nutzen-Kosten-Faktor vorliegen, es muss eine deutlich verbesserte Erreichbarkeit der verbundenen Zentren vorliegen und es müssen Verbindungen überregionaler Bedeutung sein (Verbindungsfunktionsstufe 0 und 1).
  • Straßen der Verbindungsstufen 0 sind als Autobahnen zu realisieren. Straßen der Verbindungsstufe 1 als 4-spurig bzw. seitenweise abwechselnd 2- und 3-spurig (z.B. wie bei B300).
  • Wir begrüssen die Aussage, dass der Abschnitt Kbr – Mering nicht realisiert wird. Wir sind aber der Meinung, dass dies im Widerspruch zu den Absichten des Bundes steht, der letztendlich Entscheidungsträger ist. Zu „Weiterer Bedarf mit Planungsrecht (WP*) heisst es im BVWP, dass diese Projekte geplant und realisiert werden sollen, auch wenn sie erst nach 2030 umgesetzt werden können  (Grundkonzeption für den Bundesverkehrswegeplan 2015, S. 69). Für diese Projekte und damit den Abschnitt Kbr – Mering besteht also Absicht und Auftrag des Bundes, sie zu realisieren.
  • Es ist für die Einstufungskategorien der Osttangente vorgesehen, dass möglichst eine Sensitivitätsbetrachtung erfolgt. Das bedeutet, man soll den Nutzen-Kosten-Faktor auch für Fälle berechnet, in denen sich Rahmenbedingungen ändern. Auch für diese Fälle muss das Nutzen-Kosten-Verhältnis hoch sein.
  • Das Ziel der „Ertüchtigung B2“ bzw. „Bündelung“ steht nicht im BVWP. Dort ist ausschließlich von der B17-Entlastung die Rede.

Das bedeutet:

  • Die Straße kann ihre hohe Einstufung in den BVWP und damit ihre Finanzierung nur erreichen, wenn sie als ganzes mit mindestens 3- bis 4 Streifen und kreuzungsfrei umgesetzt wird, so, wie es auch aktuell im BVWP vorgesehen ist. Eine Sensitivitätsbetrachtung fehlt bisher und diese würde sicher zu dem Ergebnis kommen, dass die Straße kein hohes Nutzen-Kosten-Verhältnis erreicht, da allein die maßgeblichen Zeitgewinne wegen der fehlenden Verbindung Kbr-Mering und den schmaleren Ausbau nicht zum Tragen kommen. Zum Hintergrund: Die Zeitgewinne sind der wesentliche Faktor bei der Berechnung des Nutzens. Die Sensitivitätsbetrachtung hätte spätestens erfolgen müssen, als erkennbar war, dass Kbr – Mering schwierig bzw. unerreichbar ist. Das war bereits bei der Erstellung des BVWP bekannt, denn man hatte diesen Abschnitt auf Grund unseres Protestes explizit von VB auf WB* abgestuft.
  • Der Bund beabsichtigt gemäß BVWP den Abschnit Kbr – Mering umzusetzen, wenn auch möglicherweise erst später. Die Behauptung, dieser Abschnitt komme nicht, ist eine bewusste Verharmlosung.
  • Da wesentliche Abschnitte nicht realisiert werden sollen bzw. nur zweispurig und nicht kreuzungsfrei, liegen die Voraussetzungen für die Verbindungsstufen 0 oder 1 nicht vor.  Der BVWP wurde ausdrücklich unter der Prämisse erstellt nur überregional bedeutsame Straßen zu umfassen und keine vereinzelten Ortsumfahrungen.
  • Das Ziel „Ertüchtigung B2“ steht, anders als von Hr. Eichstädt behauptet, nicht im BVWP. Dort wird ausschließlich das Ziel B17-Entlastung genannt. Es wird sogar ausdrücklich bei der jeweiligen Begründung der vier Einzelprojekte darauf hingewiesen „Das Projekt wurde als Gesamtprojekt bewertet, da es nur so seine verkehrlichen Wirkungen voll entfalten kann.“ (PRINS, Projektinformations des BVWP).
  • Die Aussage, dass viele lokale Schleichverkehre laut Verkehrsprognose auf die dann neue B2 verlagert werden können ist nicht belegt. Die vorgelegte Verkehrsprognose basiert ausdrücklich auf der Annahme der realisierten Osttangente. Für die deutlich abgespecktere Version existiert keine Prognose. Die Frage ist dann gleich, was so eine Prognose ergeben würde. Alle sogenannten „Schleichverkehre“ liegen östlich der B2, teils recht weit entfernt. Um die Bündelung zu erreichen müssten Autofahrer zunächst vom Startpunkt zur B2 fahren (ggf. über eine Ampel oder Kreuzung) und vor dem Zielort dann wieder abfahren (wieder mit Ampel und Kreuzung). Das ergibt oft keinen Sinn. Lokale Verkehre wie z.B. von Mering nach Kissing würden weiterhin über die dann alte B2 führen. Die in seiner Prognose zitierten lokalen Entlastungen sind außerdem jeweils minimal und fallen vor Ort kaum ins Gewicht. Auch wird nicht berücksichtigt, wie sich die überregionale Sogwirkung der Straße auswirkt.
  • Für Mering ergeben sich insbesondere im Bereich St. Afra erhebliche negative Auswirkungen durch deutlich mehr Verkehr, der dann beide Seiten von St. Afra umfasst. Auch Mering Nord und die Hörmannsberger Str. werden durch Zunahme des Verkehrs in Richtung A8/Odelshausen deutlich stärker belastet werden.

Wir fordern daher

Stop des Großprojektes Osttangente und keine Neuanmeldung für den nächsten BVWP.

Die Entlastung sog. „Schleichwege“ durch Bündelung auf eine neue B2 ist weder nachgewiesen noch notwendig und mit Kosten in der Höhe von aktuell 300 Mio. Euro (Gesamtprojekt) und den erheblichen Umweltauswirkungen nicht zu rechtfertigen. Statt dessen fordern wir zügige Lösung lokaler Verkehrsprobleme unter der Prämisse, keinen neuen, überregionalen Verkehr anzuziehen.

Start eines Bürgerdialogs zur Einbeziehung der betroffenen Gemeinden, Bürgerinnen und Bürger, auch um spätere, langwierige Gerichtsverfahren zu vermeiden.

Entlastung der B17 durch die Osttangente wird vom Bereichsleiter des Staatlichen Bauamtes ausgeschlossen

Januar 2026

Als Ziel für den Bau der Osttangente wird die Entlastung der B17 in Augsburg angegeben. Damit wird das Projekt im Bundesverkehrswegeplan begründet und sämtliche Nutzen-/Kosten-Argumente basieren darauf. Wir haben dieses Ziel schon immer in Frage gestellt und gefordert, die Osttangente nicht mehr im Bundesverkehrswegeplan als großräumige Schnellstraße zwischen der B17 und der A8 zu belassen.  Wie bereits in einigen Stellungnahmen zuvor bestätigt das Staatliche Bauamt erneut, dass dieses Ziel nicht erreichbar ist. Einer der stärksten Befürworter und Mitinitiatoren der Osttangente, der Landtagsabgeordnete Peter Tomaschko, rudert im Interview ebenfalls zurück. Hierzu hat ATV einen interessanten Beitrag am 13.1.2026 gesendet. Wir fordern jetzt erneut, dieses unsinnige, aus der Zeit gefallenen Großprojekt, das aktuell auf über 300 Millionen Euro veranschlagt wird, zu beenden. Dann könnte man auch konstruktiv und gemeinsam mit den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern über notwendige Entlastungen an lokalen Problemstellen sprechen.

https://www.augsburg.tv/mediathek/video/osttangente-entlastung-der-b17-oder-neue-belastung-fuer-die-region/

 

Bericht über unseren Aktionstag Verkehrsberuhigtes Mering

Unser Aktionstag war ein Erfolg. Trotz schlechter Wetterprognose nahmen ca. 70 Personen an unserer Demo teil und nser Info-und Mitmachstand am Marktplatz fand reichlich Zuspruch.

Hier auch ein Bericht der Friedberger Allgemeinen

https://www.augsburger-allgemeine.de/friedberg/mering-kundgebung-fordert-mehr-sicherheit-fuer-verkehrsteilnehmer-113381309

Auch a-tv berichtetete (ab Min. 11.49)

 

 

AKO beim Spielefest zum Weltkindertag in Mering

Alljährlich findet in Mering das Spielefest zum UN-Weltkindertag statt.

Mit dem Weltkindertag wird die Weltgemeinschaft darauf hingewiesen, dass auch Kinder unveräusserliche Rechte haben, die ihnen leider in vielen Fällen verweigert werden. Kinderarbeit, fehlende Schulbildung, sexuelle Ausbeutung, sind leider immer noch große Probleme. Dazu gehört auch, dass in Deutschland täglich viele Kinder auf den Straßen und insbesondere auf dem Schulweg verunglücken. Autos belegen den öffentlichen Raum, es fehlen sichere Fahrrad- und Fußwege  und Kinder haben kaum noch Platz zum Spielen auf den Straßen.

Deshalb beteiligt sich AKO an dem Weltkindertag mit einer kleinen Froschrennbahn, die immer regen Zuspruch findet. An einer Zettelwand konnten die Kinder ihre Wünsche für Mering notieren. Diese reichten von mehr Spielplätzen, einem Hallenbad, einer Wasserrutsche am Badanger bis zu einem Einhorn und keinen Hausaufgaben. Mal sehen, was die Gemeinde machen kann. Auf jeden Fall werden die Wünsche beim Bürgermeister landen.

 

Sommerfest und Demo der Osttangenten-Gegner an der Segmüller-Kreuzung

 

Brauchts die noch – oder kann sie weg“, fragte sich so mancher Besucher der im Juni durchgeführten Demonstration gegen die Osttangente an der Segmüller-Kreuzung in Friedberg. Und einige Kinder skandierten den selbstgedichteten Spruch „Wir sparen für unsere Rente und nicht für die Osttangente“.

Eingeladen hatte das Aktionsbündnis Keine Osttangente – AKO zur Demo und anschließendem Sommrfest. Etwa 50 interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer fanden sich ein, um sich die neuesten Informationen zum Planungsstand dieser autobahnähnlichen Schnellstraße zwischen der B17 bei Königsbrunn und der A8 bei Derching abzuholen. Die Straße befindet sich als Bundesfernstraßenprojekt nach wie vor im Bundesverkehrswegeplan mit höchster Dringlichkeitsstufe. Zur Zeit befindet sich das Projekt in der Vorplanung. An diese Phase soll sich in wenigen Jahren das Planfeststellungsverfahren anschließen. Aktuell werden zwei von insgesamt vier Abschnitten vorbereitet. Dazu gehört der kreuzungsfreie Ausbau der Segmüller-Kreuzung. Dieser Ausbau setzt ein massives, gegebenenfalls in zwei Etagen geführtes Bauwerk voraus und wird auch die Bereiche bis zur Bahnunterführung im Süden umfassen. Dadurch werden auch die benachbarten Naherholungsbereiche der Vereins-und Kleingartenanlagen teilweise verloren gehen. Der Ausbau der Segmüller-Kreuzung ist die Vorbereitung für den im Anschluss stattfindenden, vierspurigen Ausbau der AIC25 bis zur Autobahn A8 sowie der ebenfalls vierspurige Ausbau des Chippenham-Rings in Richtung Kissing. Kissing soll mit einer vorerst nur zweispurig geplanten Straße umfahren werden. Insgesamt wird dadurch lt. Staatlichem Bauamt deutlich mehr Verkehr in diesem Bereich durch Friedberg und Kissing führen.

Die Sprecher des Aktionsbündnisses wiesen darauf hin, dass die Bundesregierung gerade bestätigt hat, am Bundesverkehrswegeplan unverändert festzuhalten. Diese sieht durch die freigegebenen Milliarden des Sondervermögens die Möglichkeit, neue Straßenbauprojekte leichter umzusetzen. Auch sollen die Einspruchsmöglichkeiten der Umweltverbände stärker beschnitten werden. Die negativen Folgen der Osttangente auf Klima, Natur, Umwelt, Naherholung und Wasserwirtschaft sind immens. Statt einer Verkehrsentlastung wird die neue Schnellstraße nur noch mehr Verkehr in unsere hochsensible Region am Lech bringen. Damit wird es auch keine echte Verbesserung bestehender Problempunkte, wie an der Kissinger Ortsdurchfahrt oder an der Segmüller-Kreuzung geben. Aus Sicht des Bündnisses ist das Festhalten der Landes- und Bundesregierung an alten und überholten Verkehrskonzepten nicht mit der dringend erforderlichen Mobilitätswende vereinbar. Man erwartet, dass durch Bundesverkehrsminister Schnieder, der ein erklärter Befürworter von Autobahnneubauten ist, Planung und Bau der Osttangente erheblich an Fahrt aufnehmen werden.

Im Anschluss an die Demo fand das Sommerfest des Aktionsbündnisses im Vereinsrestaurant des benachbarten Kaninchenzuchtvereins statt. Hier konnten sich die Besucher und deren begeisterte Kinder ganz anschaulich über die Arbeit des Vereins und deren kuschelige Bewohner informieren.Auch die vierbeinigen Anwohner des Kaninchenzuchtvereins sind nicht begeistert von der Idee, die Osttangente neben ihrem Vereinsgelände zu bauen.  

Infobrief Nr. 9 Aktionsbündnis Keine Osttangente A-KO

Infobrief Nr. 9 Aktionsbündnis Keine Osttangente A-KO

Juni 2025

Liebe Leserinnen und Leser, liebe an Informationen zur Osttangente und zu Alternativen dazu Interessierte,

Sie erhalten hiermit den neunten Infobrief der Aktionsbündnisses Keine Osttangente-AKO zur Osttangente und zu allgemeinen Mobilitätsthemen. Über Anregungen, Lob aber auch Kritik freuen wir uns natürlich – wie immer.

Wir wünschen allen einen schönen Sommer 2025, mit mehr Sonnenschein 😉 und Wärme

!Ihre AKO-Sprecher

Gudrun Richter

Wolfhard von Thienen

 

 

Achtung: Geänderter Termin fürs Sommerfest, jetzt 19. Juli!

Allgemeiner Überblick

Die neue Bundesregierung hat Ihre Arbeit begonnen. Damit zeichnet sich ab, dass in Bezug auf Klima und Umwelt keine großen Fortschritte zu erwarten sind. Auch im Verkehrssektor wird es wohl eher Stillstand statt Fortschritt geben.

Als Erfolg der alten Bundesregierung kann man die Reform des Straßenverkehrsgesetzes (StVG) und der Straßenverkehrsordnung (StVO) werten. Die zugehörige, langerwartete Verwaltungsvorschrift wurde auch inzwischen verabschiedet. Diese regelt, wie die Verwaltungen die neunen Gesetze und Verordnungen anzuwenden haben. Jetzt haben Gemeinden deutlich mehr Möglichkeiten, um ihre Mobilität und Stadtentwicklung besser als bisher zu gestalten (siehe unten).

Das Deutschlandticket wurde auch für das Jahr 2025 beschlossen und wird auch hoffentlich in kommenden Jahren zur Verfügung stehen.

Das beschlossene Sondervermögen für Infrastruktur des Bundes in Höhe von 500 Milliarden € wird dem Staat mehr Möglichkeiten geben, in neue Autobahnen zu investieren. Wir haben uns erkundigt und es ist klar, dass dieses Geld auch für Projekte im Bundesverkehrswegeplan und damit auch der Osttangente verwendet werden kann. Damit schwindet unsere Hoffnung, dass auf Grund von fehlenden finanziellen Mittel die Osttangente nicht gebaut wird. Dennoch ist der Finanzbedarf für die Sanierung von Straßen und Brücken sowie für die Bahn riesig, sodass möglicherweise doch keine Mittel für die OT zur Verfügung stehen werden.

Kurz vor der Wahl haben CDU/CSU eine Initiative gestartet, die politische Arbeit ihnen nicht genehmer gemeinnütziger Organisationen zu diskreditieren. Sie hatten hierzu öffentlichkeitswirksam eine Anfrage an die Bundesregierung gestellt und diese aufgefordert, Informationen dazu zu liefern, inwieweit bestimmte Organisationen, wie zum Beispiel der Bund Naturschutz, sich im Sinne ihrer Gemeinnützigkeit politisch äußern dürfen. Unser Trägerverein AKO e.V. nimmt diese Initiative sehr ernst, denn immerhin wurde vor kurzer Zeit Attac die Gemeinnützigkeit wegen ihrer politischen Arbeit aberkannt. Die betroffenen Organisationen haben inzwischen klargestellt, dass sie selbstverständlich parteipolitisch neutral sind, sie sich aber selbstverständlich zu politischen Themen äußern, die ihre Arbeit betreffen. Dies wurde auch so in der Antwort der Bundesregierung wiedergegeben.

Als verkehrspolitisches, wichtiges Thema spielt in unserer Region die angestrebte Fusion der Verkehrsverbünde MVV und AVV eine wichtige Rolle. Nach Stand der Dinge ist es wahrscheinlich, dass es für unsere Region zu einer Verbesserung kommen wird. Wichtige Entscheidungen hierzu werden im Laufe des Jahres erwartet.

Osttangente weiter in der Diskussion

Seitens der CSU wurde kürzlich wieder die Diskussion zur Osttangente aufgenommen. Hierzu gaben der ehemalige Bundestagsabgeordnete Volker Ulrich und der verkehrspolitische Sprecher der Augsburger CSU-Stadtratsfraktion Fink in a.tv ein Interview. Anlass waren die gerade stattfindenden Bauarbeiten an der B17 und damit verbundene Staus. In diesem Zusammenhang wurde der Ausbau der Osttangente gefordert. Dabei wurde auch ausdrücklich der Ausbau des vierten Abschnittes zwischen Mering und Königsbrunn gefordert, um die B17 zu entlasten. Sie ignorieren dabei vollkommen, dass selbst das Staatliche Bauamt auch bei Vollausbau der Osttangente von einer nur unwesentlichen Entlastung der B17 ausgehen.

Siehe hierzu https://www.augsburg.tv/mediathek/video/a-tv-die-woche-vom-21-06-2025/, ab Minute 3:20

In diesem Zusammenhang muss auch erwähnt werden, dass der neu Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder, ein bekennender Autobahnfan ist und bereits selbst Demos für den Autobahnbau organisiert hat. Er will ausdrücklich an dem stark kritisierten Bundesverkehrswegeplan festhalten. Für uns verschärft sich diese Situation noch dadurch, dass Ulrich Lange (CSU), MdB für den Landkreises Donau-Ries, jetzt parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium geworden ist. Er gehört zu den Politikern unserer Region, die sich bisher am vehementesten für den Bau der Osttangente stark gemacht haben.

Unser Eindruck ist, dass viele Menschen, ganz besonders in Königsbrunn, der Meinung sind, die Osttangente sei vom Tisch. Das Gegenteil ist leider der Fall.

Reform des StVG und der StVO

  • Bisher gaben das StVG und die StVO vor, dass allein die Leichtigkeit des Verkehrs (damit ist der Autoverkehr gemeint) Vorrang hat. Damit wurden oft Verbesserungen für Fuß- und Radverkehr abgelehnt. Sicherheitsaspekte wurden nur dann berücksichtigt, wenn es an den entsprechenden Stellen bereits schwere Unfälle gegeben hat.
  • Jetzt kommt hinzu, dass die Sicherheit nicht beeinträchtigt werden darf. Damit entfällt die Notwendigkeit, eine Unfallhäufung nachzuweisen.
  • Weiterhin können neben der Leichtigkeit des Verkehrs auch Verbesserungen des Schutzes der Umwelt Klimaschutz, Schutz der Gesundheit und Unterstützung der städtebaulichen Entwicklung als Begründung für Maßnahmen herangezogen werden.
  • Bisher konnten Gemeinden nur um Prüfung von Maßnahmen bitten. Jetzt haben sie ein Antragsrecht für den Erlass von Anordnungen aus o.g. Gründen.
  • Die bisherige Einschränkung, für die Bereitstellung von Flächen für Rad- und Fußverkehr wurden gestrichen, wenn sie aus o.g. Gründen angeordnet werden. Das bedeutet, dass z.B. Parkplätze für Autos leichter reduziert werden können zu Gunsten von Fahrradstellplätzen, Öffnung von Einbahnstraßen für Radler oder Einrichtung von Fahrradstraßen.
  • Auch die Verbindung von Tempo-30 -Zonen auf Hauptstraßen wurde verbessert indem Lückenschlüsse jetzt 500 m betragen können anstatt bisher 300 m.
  • Auch wurde der Katalog der Einrichtungen vor denen Tempo-30-Zonen eingerichtet werden können um Spielplätze, hochfrequentierte Schulwege, Fußgängerüberwege und Behinderteneinrichtungen erweitert.
  • Siehe auch Veranstaltungshinweis unten.

Veranstaltungen

Am 29 Juni sind wir auf der FutureFair im Stadtgarten Aichach mit einem Stand präsent. Wir bieten Informationen rund um kommunale Mobilitätsplanung und neue StVO. Hierzu wird es um 12:15 Uhr einen Vortrag an unserem Stand geben. Weiterhin bieten wir ein lustiges Rennbahnspiel mit kleinen Preisen für Kinder an. Unser Stand ist von 10 – 17 Uhr geöffnet. Wir würden uns sehr über Besuch freuen. Die FutureFair bieten darüber hinaus viele interessante Themen, Stände und Mitmachaktionen (Programm anbei), auch für Kinder.

Am 19. Juli findet das Sommerfest des Aktionsbündnisses statt. Wir treffen uns um 13:30 in der Nähe der Segmüllerkreuzung bei Friedberg. Einladung siehe oben.

Wer Lust hat, kann auch am gleichen Tag noch an der vom ADFC veranstalteten Augsburger Radlnacht, Demo für eine bessere Fahrradinfrastruktur über die B17, teilnehmen von 19:30 – 22:30. Treffpunkt 19:30, Prinzregentenplatz, Augsburg.

25.10.2025, Samstag, 17 – 19 Uhr, Feiern und Information des Vereins AKO e.V. bei einer Straßenbahnfahrt durch Augsburg. Wir haben eine Straßenbahn gemietet und unser Vereinsmitglied Manfred Schmidt wird uns durch Augsburg chauffieren. Es wird viele Informationen zur Augsburger Straßenbahn, kommunale Mobilität und zur Osttangente geben. Kinder und Gäste sind herzlich willkommen.

Mitarbeit und Unterstützung

Unsere Arbeit ist ehrenamtlich und benötigt viel Zeit. Wir sind daher immer auf Helferinnen und Helfer angewiesen. Sie können uns auf vielfältige Weise unterstützen:

  • Bei Veranstaltungen und Demonstrationen
  • Indem Sie selber vor Ort Infoveranstaltungen oder Infostände organisieren
  • Indem Sie mit „Ihren“ Politikern reden und ihnen deutlich machen, was Sie von der Osttangente halten
  • Durch Leserbriefe
  • Haben Sie selber Ideen? Dann geben Sie uns Bescheid.

Jobangebot

Wir suchen jemanden, der diesen Infoflyer und/oder unseren Auftritt in den sozialen Medien ehrenamtlich und engagiert betreut.

Spenden

Bitte unterstützen Sie uns finanziell und/oder durch eine Mitgliedschaft im Verein (s. oben). Insbesondere für gerichtliche Auseinandersetzungen und Gutachten werden wir einen sechsstelligen Betrag benötigen.

AKO-Alternative Konzepte für Mobilität e.V.
IBAN DE70 7205 0000 0251 5089 66
Stadtsparkasse Augsburg

Unabhängiges Aktionsbündnis gegen die Osttangente Augsburg