Alle Beiträge von Wolfhard von Thienen

Nächste Sitzungstermine

Termin: Freitag, 29. Januar 2021

Das Treffen wird online stattfinden. Zugangsdaten werden einen Tag vorher bekannt gegeben.

Der Zeitplan sieht wie folgt aus:

Vorstand/Beirat Verein                17:30 – 18:30 Uhr
nur für Vereinsvorstand und Beirat

Mitgliederversammlung              18:30 – 19:30 Uhr
nur für Vereinsmitglieder

Organisationsteam                      19:30 – 21:00 Uhr
offen für alle

Klimacamp und AKO – gemeinsam gegen den Klimawandel

 

Das Klimacamp Augsburg setzt deutliche Zeichen gegen den drohenden Klimawandel. Seit vielen Monaten campen die Aktivistinnen und Aktivisten neben dem Augsburger Rathaus, demonstrieren gegen den Klimawandel und klären in Vorträgen und Gesprächen auf. Auch das Aktionsbündnis Keine Osttangente – AKO hielt dort im Sommer einen Vortrag über die Osttangente und die durch sie verursachten Umweltschäden. Hier wurde insbesondere darauf hingewiesen, dass der Autoverkehr erheblich zum Klimawandel beiträgt und der Verkehrssektor deshalb bisher keine CO2-Einsparungen erreicht hat. Die Osttangente ist eine in Planung befindliche Schnellstraße im Osten von Augsburg mitten durch die Naturschutz-, Wasserschutz- und Naherholungsgebiete am Lech. Nach Ansicht des Aktionsbündnisses wird diese Lechautobahn zu deutlich mehr Verkehr und Umweltbelastung in der Region führen. Die Osttangentengegnern und die Aktiven vom Klimacamp vereinbarten deshalb eine enge Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung.

In einem ersten Schritt brachte Wolfhard von Thienen die gemeinsam entworfenen Informationsplakate vorbei, mit denen das Klimacamp über die Osttangente und die durch sie verursachten Umweltschäden aufklären will. Alexander Mai vom Klimacamp nahm diese gerne entgegen und sagte zu, dass das Klimacamp sich gegen die Osttangente einsetzen werde. Zur Zeit seien viele der Aktiven im Dannenröder Forst, um mit Baumbesetzungen den dort geplanten Autobahnbau der A49 noch zu verhindern. Man könne sich gut vorstellen, entsprechende Aktionen auch gegen die Osttangente zu planen.

Foto: Wolfhard von Thienen, Sprecher des Aktionsbündnisses zusammen mit Alexander Mai vom Klimacamp Augsburg.

Bayern ist trauriges Schlusslicht bei umweltfreundlicher Mobilität

Eine umfangreiche Studie von „Allianz pro Schiene“ nimmt der Bund Naturschutz Bayern zum Anlass, die bayerische Verkehrspolitik deutlich zu kritisieren. Hier die Presseerklärung des Bund Naturschutz:

„Bayern braucht eine Verkehrswende. Klimaschutz, Verbesserung der Luftqualität, Lärmminderung und Flächensparen werden in der bayerischen Verkehrspolitik bisher nicht umgesetzt“, kommentiert BN-Landesvorsitzender Richard Mergner die neue BUND-Studie „Bundesländerindex Mobilität & Umwelt 2020/21. „Die bayerische Staatsregierung muss endlich alle Verkehrsprojekte auf die Einhaltung der Klimaschutzziele überprüfen und die geplanten Straßenbauprojekte stoppen. Gerade im ländlichen Raum ist der öffentliche Verkehr mit Bus und Bahn massiv auszubauen“, so Mergner.

Hier gehts zur Presseerklärung und zur Studie

Staatsminister Hermann: „Erhaltung des Bestands der Bundesfernstraßen und Staatsstraßen … Vorrang vor einen [!] Neubau“

Die BI „Stop B15 neu“ teilt mit:
Vergangenen Freitag ist im Landkreis Mühldorf etwas Großartiges passiert: der Kreisrat hat mit überwältigender Mehrheit eine Resolution gegen den Neubau der B15 neu auf dem Gebiet des Landkreises verabschiedet. Damit reiht sich nun auch der Landkreis Mühldorf ein in die Reihe der Landkreise, welche einen Neubau der B15 neu ablehnen – es sind die Landkreise Rosenheim, Ebersberg und Erding.

Schon ein paar Tage zuvor waren aus der Staatskanzlei ungewohnte Signale zu vernehmen gewesen. Staatsminister Dr. Florian Herrmann betonte in einem Schreiben an den BUND-Chef Richard Mergner dass die „Erhaltung des Bestands der Bundesfernstraßen und Staatsstraßen … Vorrang vor einen [!] Neubau“ habe.

Mehr dazu lest ihr im Newsletter der BI auf www.stop-b15-neu.de.

Wunderbares Interview mit dem Wiener Verkehrspionier Hermann Knoflacher

Knoflacher: Das Auto ist in den tiefsten Ebenen des Stammhirns bei den Menschen verankert. Der Mensch sieht die Welt nicht mehr so, wie er sie gesehen hat, bevor es das Auto gab. Er sieht die Welt so, wie es das Auto haben möchte. Sonst würde es draußen nicht so ausschauen. Für jemanden, der sich von der Abhängigkeit des Autos befreit hat, ist es unerträglich, was im öffentlichen Raum passiert – vor allem für Kinder. Die werden in Wien in Käfigen gehalten, wo sie spielen dürfen, und die Autos fahren um sie herum. Das ist völlig absurd, aber verständlich, wenn man bedenkt, wie tief verankert das Auto bei den Menschen ist. Gehandelt wird im Interesse des Autos.

Das Auto ist wie ein Virus. Das heißt: Es lässt den Menschen arbeiten, damit er das Auto kauft, die Umwelt damit schon bei der Herstellung zerstört und später beim Fahren. Das wird alles akzeptiert. Die Menschen bekommen das nicht mit. Sie denken, sie wären die Meister des Autos, dabei ist das Auto der Meister der Menschen. Wenn sie im Auto sitzen, dann denken sie nicht mehr an ihr Umfeld. Sie denken an den nächsten Parkplatz. Sie werden vom Auto manipuliert.

Hier gehts zum vollständigen Interview

Verkehssicherheit und Osttangente

Im Landkreis Aichach-Friedberg arbeit die Unfallkomission  seit einigen Jahren erfolgreich an der Verbesserung der Verkehrssicherheit indem Unfallschwerpunkte analysiert werden und Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit ergriffen werden. In diesem Zusammenhang wird in den letzten Jahren von Befürwortern der Osttangnte das Argument angeführt, die Osttangente würde die Verkehrssicherheit im Landkreis erhöhen. Was ist dran?

Wir setzen uns mit einer Artikelserie damit auseinander. Im ersten Artikel hat Bernd Meyer die Situation an der Kreuzung Mering-Nord sowie Chippenham-Ring/B300 bei Friedberg analysiert.

Es werden weitere Beiträge hierzu folgen.

Minister für gesunden Menschenverstand will Strafen für Geschwindigkeitsübertretungen wieder lockern

Nachdem gerade die neuen Regeln für den Straßenverkehr in Kraft getreten sind, will unser Minister für gesunden Menschenverstand, Andreas Scheuer, die Strafen für zu schnelles Fahren wieder senken. Neuerdings gilt nämlich, dass eine Geschwindigkeitsübertretung von 21 km/h in Ortschaften mit einem Monat Führerscheinentzug bestraft wird (ausserhalb geschlossener Ortschaften 26 km/h). Berücksichtigt man, die Messtoleranz, sind verliert man den Führerschein, wenn man mit ca. 75 km/h durch eine Ortschaft brettert, oder mit  55 km/h in Tempo-30-Zonen. Das dies mal „aus Versehen“ passiert ist eher unwahrscheinlich und man kann dabei den Zeitraum für den Führerscheinentzug sogar wählen, also z.B. in die Urlaubszeit legen. Das ist durchaus verschmerzbar. Gegen die neuen Regeln laufen viele Autofahrer und Verkehrsverbände Sturm. Sie argumentieren, dass man schnell mal ein Temposchild übersieht und dann „aus Versehen“ in einer Tempo-30-Zone zu schnell fährt und dann möglicherweise nicht mehr ohne Führerschein in die Arbeit kommt. Herr Scheuer möchte deshalb das Strafmaß wieder auf ein Bußgeld begrenzen.  Viele Verkehrssicherheitsexperten halten die neue Regel für dringend erforderlich, denn insbesondere Fußgänger und Radler sind vermehrt Opfer zu schnellen Fahrens und es wird sogar ein generelles Tempolimit von 30 in geschlossenen Ortschaften gefordert.  Auch gibt es gute Methoden, die Autofahrer auf „versehentliches“ Zuschnellfahren hinzuweisen z.B. durch Farbmarkierungen oder ganz einfach durchs Aufstellen von Blitzatrappen, wie z.B. in Südtirol