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Der Kampf ums Isental – Onlinevortrag

Der Kampf ums Isental

Wie eine Autobahn Natur, Heimat und Lebensqualität zerstört

Ein Online-Vortrag von Heiner Müller-Ermann
Dienstag, 20. April 2021, 19 Uhr

Anmeldedaten: Zoom-Meeting https://zoom.us/j/99046749712?pwd=QjFaMWg5SmZNeUMxdCt6TVQ5bnVUQT09

Meeting-ID: 990 4674 9712, Kenncode: 495403

Über 30 Jahre lang kämpfte eine Bürgerinitiative gegen den Bau der Autobahn A94 durch das landschaftlich schöne Isental. Dabei sprachen sich sogar alle Fachbehörden gegen dieses Projekt aus, denn mit einem Ausbau der B12 über Mühldorf gab es eine viel bessere Alternative.

Es ist traurig, aber die A94 wurde trotz des großen Widerstandes der Zivilgesellschaft letztendlich fertiggestellt und damit einer der schönsten Naturräume Bayerns zerstört. Aber war der Widerstand wirklich erfolglos?

Wir glauben „NEIN“, denn dieses Projekt hat gezeigt, wie wahnwitzig die deutsche Verkehrspolitik ist, die auf das Autofahren und auf den Bau von Autobahnen fixiert ist. Der CSU-Bundesverkehrsminister Scheuer verfolgt immer noch trotz den bereits spürbaren Folgen des Klimawandels stringent diese Verkehrspolitik. „NEIN“, weil durch dieses Projekt das öffentliche Bewußtsein dafür geschärft wurde, dass wir für den Erhalt unserer Natur und Heimat kämpfen müssen. „NEIN“, weil es inzwischen bundesweit zahlreiche Bürgerinitiativen gegen vergleichbare Projekte gibt und diese aus den Erfahrungen mit der Isental-Autobahn lernen können. Und die aktuelle COVID-19-Pandemie zeigt uns um so mehr, wie dringend wir naturnahe Lebensräume benötigen.

Wir freuen uns, dass wir mit Heiner Müller-Ermann den langjährigen Sprecher der Bürgerinitiative gegen die Isental-Autobahn für unseren Online-Vortrag gewinnen konnten. Er wird uns aus erster Hand berichten, was es bedeutet, sich für Natur und Heimat und gegen Umweltzerstörung in Bayern einzusetzen. Wir werden dabei eine ganze Reihe praktischer Tips für unsere Einsatz gegen die Osttangente bekommen. Und natürlich auch zu Fragen, wie wir politisch und rechtlich vorgehen können.

Lesen Sie dazu auch die Artikel in Ausgabe 38 und 39 in der Zeitschrift MUH
https://www.muh.by/abo-und-einkaufen/ausgaben-bestellen

Anmeldung erbeten per Mail an info@ako-mobilitaet.de

Zugangsdaten werden auf unserer Homepage am Veranstaltungstag veröffentlicht.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit Forum-Z und Nachhaltiges Mering.
Fotos: © Alfred Mayerhofer

Wunder Wasserstoff?

Im Rahmen unserer Veranstaltungsserie zum Thema Mobilität laden wir herzlich zum Online-Vortrag von Rudolf Kaiserswerth über die Wasserstofftechnologie ein

Zoom-Meeting
https://us02web.zoom.us/j/86947693474?pwd=dTZpUVNRejQwUnFReFpUQy9rR3Qvdz09

Meeting-ID: 869 4769 3474
Kenncode: 959632

Dienstag, 30. März 2021, 19 Uhr

Das Thema Wasserstoff ist immer wieder in den Medien und wird teilweise sehr emotional und kontrovers diskutiert. Manche sehen ihn als Wundermittel der Energiewende mit der alle Probleme gelöst werden können, andere sind da nicht so euphorisch. Die Faszination kommt daher, dass bei der Nutzung nur Wasserdampf und keine weiteren Schadstoffe – insbesondere kein CO2 – produziert werden. Was ist mit Wasserstoffautos und Wasserstoffzügen?

Das Ziel dieses Vortrags ist eine realistische Einschätzung des Themas Wasserstoff insbesondere auch im Gesamtzusammenhang der Energie- und Mobilitätswende zu geben.

Als Quellen werden die Studie ‚Klimaneutrales Deutschland 2050‘ von Agora Energiewende sowie Forschungsergebnisse von Prognos, dem Öko-Instituts und dem Wuppertal-Institut verwendet. Deren Ergebnisse sind auch in die Nationale Wasserstoffstrategie des BMWi eingeflossen (2020).“

Anmeldung erbeten per Mail an w@thienen.de

Zugangsdaten werden auf dieser Seite am Veranstaltungstag veröffentlicht.

Eine Veranstaltung von

AKO-Alternative Konzepte für Mobilität e.V. zusammen mit
Forum Zukunft und Zukunfts-Vortrag  Mering.

Kiebitze gegen Osttangente

Der NABU sucht wieder den Vogel des Jahres. Es stehen mehre Vögel zur Auswahl. Viele davon stehen auf der roten Liste bedrohter Arten.

Jeder kann an der Wahl zum Vogel des Jahres teilnehmen und damit die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf diesen Vogel und seine meist bedrohten Lebensräume lenken.

Man kann auch Wahlkampfteams für einzelne Vögel bilden. Die Teams, die für ihren Vogel die meisten Stimmen bekommen haben, können einen Preis gewinnen.

AKO hat das Wahlteam „Kiebitze gegen die Osttangente“ gebildet und wir bitten alle an der Abstimmung teilzunehmen und für den Kiebitz zu stimmen. Es gibt im Landkreis einige Vorkommen dieses stark bedrohten Vogels in der Lechebene (bei Merching, Mering, Kissing und Derching). Diese Vorhaben sind alle schon jetzt bedroht und befinden sich im permanenten Sinkflug. Leider wird die Osttangente genau durch diese Vorkommensgebiete führen und man kann mit Sicherheit davon ausgehen, dass die Populationen des Kiebitz die Bau- und Betriebsphase nicht überleben werden. Dies gilt natürlich nicht nur für den Kiebitz sondern auch für alle anderen Feld- und Wiesenbrüter wie z.B. die Feldlerche.

Also, viel Spaß und Erfolg bei dieser Wahl zum Vogel des Jahres.

 

 

Überarbeitung des Bundesverkehrswegeplanes kommt erst Ende 2023

Der Bundesverkehrswegeplan (BVWP) ist die Grundlage für die Planung der Verkehrsinfrastruktur des Bundes (Autobahnen, Bundesstraßen, Schiene und Wasserstraßen). Er muss normalerweise alle 5 Jahre überarbeitet werden. Die erste Überarbeitung müsste entsprechend bis Ende 2021 vorgelegt werden.

Eine Anfrage der Bundestagsfraktion DIE LINKE  ergab, dass dies leider erst für Ende 2023 vom Bundesverkehrsministerium geplant wird (siehe Punkt 2).

Die Frage, ob der BVWP in einen Mobilitätsplan überführt wird, wie von vielen Verbänden gefordert, wird mit „Nein“ beantwortet. Damit werden wichtige Verkehrsträger wie ÖPNV und Fahrrad nicht berücksichtigt. Dabei können diese ganz besonders zu einer Entlastung von Bundesschnellstraßen im Bereich der Städte und Ballungszentren beitragen (siehe Punkt 7).

Klimacamp und AKO – gemeinsam gegen den Klimawandel

 

Das Klimacamp Augsburg setzt deutliche Zeichen gegen den drohenden Klimawandel. Seit vielen Monaten campen die Aktivistinnen und Aktivisten neben dem Augsburger Rathaus, demonstrieren gegen den Klimawandel und klären in Vorträgen und Gesprächen auf. Auch das Aktionsbündnis Keine Osttangente – AKO hielt dort im Sommer einen Vortrag über die Osttangente und die durch sie verursachten Umweltschäden. Hier wurde insbesondere darauf hingewiesen, dass der Autoverkehr erheblich zum Klimawandel beiträgt und der Verkehrssektor deshalb bisher keine CO2-Einsparungen erreicht hat. Die Osttangente ist eine in Planung befindliche Schnellstraße im Osten von Augsburg mitten durch die Naturschutz-, Wasserschutz- und Naherholungsgebiete am Lech. Nach Ansicht des Aktionsbündnisses wird diese Lechautobahn zu deutlich mehr Verkehr und Umweltbelastung in der Region führen. Die Osttangentengegnern und die Aktiven vom Klimacamp vereinbarten deshalb eine enge Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung.

In einem ersten Schritt brachte Wolfhard von Thienen die gemeinsam entworfenen Informationsplakate vorbei, mit denen das Klimacamp über die Osttangente und die durch sie verursachten Umweltschäden aufklären will. Alexander Mai vom Klimacamp nahm diese gerne entgegen und sagte zu, dass das Klimacamp sich gegen die Osttangente einsetzen werde. Zur Zeit seien viele der Aktiven im Dannenröder Forst, um mit Baumbesetzungen den dort geplanten Autobahnbau der A49 noch zu verhindern. Man könne sich gut vorstellen, entsprechende Aktionen auch gegen die Osttangente zu planen.

Foto: Wolfhard von Thienen, Sprecher des Aktionsbündnisses zusammen mit Alexander Mai vom Klimacamp Augsburg.